Prognosen

Pluto - Planet der Hölle?

Obwohl Pluto so klein ist, dass er von Astronomen vor einigen Jahren zum Zwergplaneten degradiert wurde, steht er in der Astrologie für große Auswirkungen auf das Horoskop und das Leben eines Menschen. (Der Einfachheit halber werde ich Pluto weiterhin in meinem Blog als Planeten bezeichnen, wie dies die Astrologen schon seit ewigen Zeiten gemacht haben und damit zum Ausdruck brachten, dass Himmelskörper wie Pluto am Himmel "umherwanderten", während die Sterne scheinbar unverrückbar am Himmel standen.)

Sein Namensgeber ist der römische Gott der Unterwelt. Muss man von dem Planeten der Hölle nun wirklich Katastrophen im persönlichen Leben erwarten? Oder was bedeutet Pluto im Radix und Transit wirklich?

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Astrologische Prognosen: Das Solarhoroskop

Wie in einem meiner früheren Artikel bereits erwähnt, gibt es viele Methoden in der Astrologie, um einen Blick in die Zukunft oder den Stundenplan eines Menschen zu werfen. Eine dieser Methoden ist das Solarhoroskop, auch Geburtstagshoroskop genannt. Es beruht letztendlich auch auf den Transiten. Was ist nun das Solarhoroskop?

Das Solarhoroskop wird genau auf den Zeitpunkt berechnet, an dem die Sonne wieder auf denselben Ort auf der Ekliptik zurückkommt, auf dem sie sich zum Zeitpunkt der Geburt befand. Für diesen Zeitpunkt - und den Ort, an dem sich der betreffende Mensch aufhält, - wird dann wieder ein Horoskop berechnet, das sogenannte Solar oder Geburtstagshoroskop. Im Vergleich mit dem Geburtshoroskop ist es einem Astrologen möglich, Aussagen über das neue Lebensjahr dieses Menschen machen.

In Bild 1 siehst du wieder das Geburtshoroskop, das ich schon zur Erklärung der Transite verwendet hatte. Die Sonne befindest sich auf 26 Grad 26 Minuten im Zeichen Steinbock.

Bild 1: Geburtshoroskop eines Mannes; rot markiert ist die Konjunktion von Mond und Schwarzem Mond

Bild 1: Geburtshoroskop eines Mannes; rot markiert ist die Konjunktion von Mond und Schwarzem Mond

Im Jahr 2014 kam die Sonne genau am 16. Januar um 16:53:34 Uhr auf die Position zurück, auf der sie sich zum Zeitpunkt der Geburt dieses Mannes befunden hatte, nämlich auf 26 Grad 26 Minuten im Zeichen Steinbock. Man berechnet also das Horoskop auf den 16. Januar 2014 um 16:53:34 Uhr in München, da dieser Mann sich an diesem Tag in München aufhielt. Dieses Solarhoroskop ist in Bild 2 dargestellt.

Bild 2: Solarhoroskop eines Mannes für 2014; rot markiert ist die Konjunktion von Mond und Schwarzem Mond

Bild 2: Solarhoroskop eines Mannes für 2014; rot markiert ist die Konjunktion von Mond und Schwarzem Mond

Wichtig ist immer der Vergleich mit dem Geburtshoroskop. Konstellationen aus dem Geburtshoroskop, die sich im Solarhoroskop wiederholen, weisen immer auf ein wichtiges Jahr hin. 

Ein Beispiel: Im Geburtshoroskop findet sich eine exakte Konjunktion (0-Grad-Winkel, Abweichung weniger als 1 Grad) zwischen dem Mond (Symbol für das Unbewusste, das Wollen, die Gefühle, das Mütterliche usw.) und dem Schwarzen Mond (Symbol für das Ur-Weibliche, die große Göttin, Gleichberechtigung in jeder Form, absolute Ehrlichkeit und Direktheit, tiefe, radikale Einsichten, aber auch Prüfungen, Opfer) in der Waage (siehe rote Markierung in Bild 1). 

Diese Konstellation wiederholt sich im Solarhoroskop des Jahres 2014 (siehe rote Markierung in Bild 2). Zwar ist die Konjunktion jetzt wesentlich weiter (ca. 7 Grad). Aber sie findet genau auf dem Aszendenten des Solarhoroskops statt bzw. Mond und Schwarzer Mond schließen den Solaraszendenten ein, was die Bedeutung beider Punkte für das Jahr 2014 deutlich erhöht. Die durch Mond und Schwarzen Mond verkörperten Themen werden daher im Jahr 2014 von großer Wichtigkeit für diesen Menschen sein.

Ist schon die Deutung eines Geburtshoroskops ein (zeit)aufwendiges Unterfangen, so ist die Deutung eines Solarhoroskops um einiges aufwendiger, da man hier zwei Horoskope vergleichen und die Ergebnisse gewichten muss.

Astrologische Prognosen: Transite

Die Astrologen verfügen über mehrere Methoden, um einen Blick in die Zukunft bzw. den Stundenplan eines Menschen zu werfen. Eine davon - und vermutlich die am meisten verwendete - sind die Transite. Was verbirgt sich dahinter?

In Bild 1 siehst du das Geburtshoroskop eines Mannes. Diese Grafik stellt eine stilisierte Ansicht des Himmels zum Zeitpunkt seiner Geburt dar. Aus ihr kann der Astrologe den Charakter eines Menschen ableiten. Es wird als unverrückbarer Fixpunkt betrachtet. 

Bild 1: (Geburts-)Horoskop eines Mannes

Bild 1: (Geburts-)Horoskop eines Mannes

Aber natürlich bewegen sich Sonne, Mond und Planeten immer weiter. Und sie kommen dabei immer mal auf Punkte des Tierkreises, an dem zum Zeitpunkt der Geburts dieses Mannes die Sonne, der Mond, ein Planet, der Aszendent oder die Himmelsmitte stand. 

Sehen wir uns dazu ein Beispiel an. In Bild 2 ist wieder das Horoskop aus Bild 1 eingezeichnet. Außen wurden aber auch die Stellungen von Sonne, Mond und den Planeten zum Zeitpunkt des 22. Februar 1985 0:00 Uhr gezeichnet. 

Bild 2: Transite (außen) vom 22.02.1985 und Geburtshoroskop (innen)

Bild 2: Transite (außen) vom 22.02.1985 und Geburtshoroskop (innen)

Um nun zu einer Aussage über diesen Augenblick zu kommen, vergleicht der Astrologe die Planetenstände vom 22. Februar 1985 mit denen des Geburtshoroskops.

Dabei stellt er fest, dass der laufende Jupiter vom 22. Februar 1985, Symbol für das große Glück und Erfolg, sich auf 3 Grad 26 Minuten im Zeichen Wassermann befindet und somit direkt über dem Merkur des Geburtshoroskops auf 3 Grad 30 Minuten im Zeichen Wassermann befindet (siehe rote Markierung in Bild 2!). Dieses Zusammenstehen nennt der Astrologe eine Konjunktion (Verbindung).

Merkur ist das Symbol für Kommunikation, Reisen, Vertragsabschlüsse, Lernen, Kontakte. Wenn Jupiter nun Merkur günstig beeinflusst, was bei einer Konjunktion zwischen diesen beiden Planeten der Fall ist, kann der Astrologe daraus schließen, dass dieser Zeitraum günstig (Jupiter) für alle Aktivitäten ist, die mit Kommunikation, Reisen, Vertragsabschlüssen (Merkur) zu tun haben. So könnte der Astrologe dem Klienten sagen, dass diese Zeit günstig für eine Reise ist, da diese erfolgreich verlaufen und ihm wichtige, neue Einsichten vermittelt wird. Genauso kann es aber eine gute Zeit für sein Studium sein. Oder er schließt erfolgreich einen Vertrag ab, der für seine Zukunft wichtig ist.

Tatsächlich studierte der junge Mann zu diesem Zeitpunkt gerade und hatte sich im November 1984 für ein Zimmer in einem Studentenwohnheim der Uni beworben. Doch man hatte ihm gesagt, dass frühestens in 6 Monaten, als im Mai 1985, ein Zimmer frei werden würde. Am 22. Februar 1985 erhielt dieser junge Mann einen Anruf vom Studentenwohnheim, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass überaschend ein Zimmer freigeworden sei und ob er bereits zum 1. März einziehen wolle und könne. Eine gute Entsprechung für eine derartige astrologische Konstellation. 

Auf die eben beschriebene Art und Weise vergleicht der Astrologe nun alle Planetenstände eines bestimmten Zeitpunkts mit den Planeten des Geburtshoroskops und kann daraus in analoger Weise Hinweise auf die Zeitqualität des jeweiligen Menschen erhalten.

Zeitungshoroskope: Hilfreich oder Humbug? (2. Teil)

In meinem letzten Blogeintrag hatte ich erklärt, wie die sogenannten Zeitungshoroskope erstellt werden und warum die Einteilung nur in die zwölf Tierkreiszeichen viel zu ungenau ist. Heute will ich erklären, wie seriöse Astrologen eine bessere Annäherung bei diesen allgemeinen Prognosen, die man immer wieder in Zeitungen und Zeitschriften findet, erreichen können.

Dazu unterteilt der Astrologe jedes Tierkreiszeichen in drei weitere Abschnitte von je 10 Grad. Diese Abschnitte werden Dekaden genannt. Ein Beispiel: Die erste Dekade Steinbock umfasst die Geburtstage 22.12. bis 31.12., die zweite Dekade 1.1. bis 10.1. und die 3. Dekade vom 11.1. bis 20.1. Durch diese Einteilung verringert man die Ungenauigkeit der Prognosen bereits deutlich. Doch auch dies ist für die langsamen Planeten wie Neptun und Pluto nicht ausreichend, da diese sich einfach zu langsam bewegen.

Daher geben seriöse Astrologen häufig bei den langsamen Planeteneinflüssen noch die genauen Geburtstage an, die betroffen sind.

Ein Beispiel: Pluto befindet sich im September 2014 auf 11 Grad im Tierkreiszeichen Steinbock. Damit steht er am Anfang der zweiten Dekade. In erster Näherung könnte man sagen, dass die zweite Dekade von seinem Einfluss betroffen ist. Aufgrund seiner langsamen Bewegung betrifft sein Einfluss aber nur die Menschen, die um den 2. Januar herum - egal welchen Jahres - geboren wurden. Nur diese spüren die tiefgreifenden Veränderungen, die Plutos Planetenübergang über ihre Sonne mitbringt. Alle anderen Menschen, die in der zweiten Dekade Steinbock geboren wurden, spüren hingegen keinen Einfluss Plutos auf ihre Sonnenposition.

Selbst wenn man ein seriös erstelltes Zeitungshoroskop liest, sollte man sich immer darüber im Klaren sein, dass man es hier mit starken Vereinfachungen zu tun hat. Denn zum einen wird nur die Position der Sonne aus dem Horoskop eines Menschen betrachtet. Mond, Aszendent, Himmelsmitte und die übrigen Planeten bleiben völlig unberücksichtigt. Zum anderen gibt es Ungenauigkeiten durch die Einteilung in Dekaden. Durch diese Zusammenfassung scheinen mehr Menschen unter dem Einfluss der langsamen Planeten zu stehen, als es wirklich der Fall ist.

Ein Zeitungshoroskop kann also nur ganz allgemeine Tendenzen für das Leben eines Menschen aufzeigen. Es ist nur Konfektionsware. Erst das individuell erstellte Horoskop, das neben dem Geburtstag (inklusive Geburtsjahr) auch noch den Geburtsort und die Geburtszeit berücksichtigt, ermöglicht genauere Prognosen.

Zeitungshoroskope: Hilfreich oder Humbug?

Als ich begann, mich mit Astrologie auseinanderzusetzen, kannte ich auch nur die sogenannten Zeitungshoroskope. Diese fand man meistens in jeder Zeitschrift, häufig sogar in jeder Tageszeitung. Dort wurden die einzelnen Tierkreiszeichen mit sehr wenigen Worten und meist sehr sinnfälligen Anweisungen abgehandelt. Häufig las ich Ratschläge wie "Streiten Sie heute nicht. Das bringt Unglück." Wann hatte Streiten schon jemals Glück gebracht? Wenn Astrologie sich tatsächlich auf solche Formulierungen beschränkte, dann konnte da nicht viel dran sein, dachte ich mir damals. Aber beginnen wir von vorne.

Eigentlich ist bereits der Begriff "Zeitungshoroskop" falsch gewählt. Horoskop kommt aus dem Griechischen und bedeutet Stundenschau. Auf die Stunde oder den genauen Zeitpunkt kommt es aber bei den sogenannten Zeitungshoroskopen gar nicht an. Horoskop beschreibt, wie früher im meinem Blog erwähnt, die stylisierte Darstellung des Himmels zu einem bestimmten Zeitpunkt. 

Das sogenannte Zeitungshoroskop ist eigentlich eher eine angenäherte Prognose bezogen auf den ungefähren Stand der Sonne eines Menschen zum Zeitpunkt seiner Geburt. Klingt kompliziert? Stimmt! Darum benutzen wir ja so gerne den Begriff "Zeitungshoroskop". Der ist zwar falsch. Aber jeder weiß sofort, was gemeint ist: die kleinen Rubriken, in denen Astrologen - oder pfiffige Redakteure? - Lebensweisheiten von sich geben. Allerdings tue ich mit dieser Aussage einigen Astrologen unrecht, die sich wirklich Mühe geben, eine allgemeine Prognose für die einzelnen Tierkreiszeichen abzugeben, die so genau ist, wie es die Randbedingungen erlauben. 

Worauf beruhen eigentlich diese Prognosen? 

Man nutzt hier den Umstand aus, dass jedes Jahr zur selben Zeit sich die Sonne am (annähernd) gleichen Platz im Tierkreis befindet. So befindet sich die Sonne am 1. Januar jedes Jahres auf 10 Grad im Steinbock, am 21. März (Frühlingsanfang +- 1 Tag) auf 0 Grad Widder usw. 

Für seine Prognose analysiert nun der Astrologe, welche Planeten gerade z.B. die Position 10 Grad Steinbock beeinflussen. Dazu sieht er nach, wo welche Planeten stehen und ob sie gerade wichtige Aspekte zu dieser Position bilden. Und aus diesen Aspekten macht er dann seine Prognose.

Damit kommen wir zu einem ersten Problem. Der Astrologe kann nicht für jeden einzelnen Geburtstag eine Prognose machen. Das wäre zu aufwendig. Denn dann müsste der Astrologe für jede einzelne Sonnenposition die eben beschriebene Analyse machen. Daher müssen die Astrologen mehrere Sonnenpositionen zusammenfassen. Und dazu gibt es zwei Möglichkeiten.

Die schlechteste Methode ist es, komplette Tierkreiszeichen zusammenzufassen, z.B. das Tierkreiszeichen Steinbock. In diesem Zeichen steht die Sonne vom 22.12. bis zum 20.1. jedes Jahr. Wie bereits auch früher erwähnt, umfasst jedes Zeichen 30 Grad, somit auch der Steinbock. Und genau da liegt ein wichtiges Problem. 

Die Planeten Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto laufen nur sehr langsam durch den Tierkreis. Jupiter braucht im Schnitt etwa ein Jahr um ein Tierkreiszeichen zu durchlaufen, Saturn etwas zweieinhalb Jahre, Uranus ca. 7 Jahre, Neptun ca. 14 Jahre und Pluto im Schnitt sogar 21 Jahre pro Zeichen. 

Damit dürfte klar sein, dass Pluto, der sich seit 2008 im Zeichen Steinbock befindet und es erst im Jahr 2024 wieder verlassen wird, unmöglich gleichzeitig auf alle Steinböcke auswirken kann. Steinböcke, die am 22. Dezember geboren wurden, haben ihn bereits in den Jahren 2008 - 2009 gespürt, Steinböcke, die am 20. Januar geboren wurden, werden ihn erst in den Jahren 2023 - 2024 spüren. 

Solltest du also ein Zeitungshoroskop in die Finger bekommen, das nur die 12 Tierkreiszeichen berücksichtig und keine weiteren Unterteilungen unternimmt, lege es am besten gleich wieder weg.

Wie man Zeitungshoroskope genauer machen kann, erkläre ich in meinem nächsten Blogeintrag.